Grundlagen der NVH-Signalanalyse

Grundlagen der NVH-Signalanalyse

Bei der Analyse von Messdaten werden Sie mit Entscheidungen konfrontiert, für die Sie signalanalytische Kenntnisse benötigen: Sei es, dass Sie einschätzen müssen, ob Ihnen periodische, transiente oder auch stochastische Signale bei Ihrer Messaufgabe vorliegen und Sie somit die richtige Wahl der FFT-Fensterfunktion treffen müssen. Sei es, dass Sie die Frequenzanalysen für nicht-stationäre Analysen, wie bei einem Drehzahl-Hochlauf, so wählen müssen, dass Sie eine passende Überlappung erhalten.

In diesem Zusammenhang ist interessant, wie transiente Signalanteile (z. B. kurzzeitig auftretende Resonanzen im Spektrum) bei schnellen, nicht-stationären Messungen einzuschätzen sind. Insbesondere können bei rotierenden Systemen Drehungleichförmigkeiten auftreten. Von Bedeutung ist beispielsweise, wie stark dadurch Bauteile einer Torsion unterworfen sind. Diese Fragen werden im Training beantwortet.

Ausgewählte Trainingsinhalte

Am Anfang des Trainings steht eine praktische Analyse einer Hochlauf-Messung, die jeder Teilnehmer an seinem Rechner mitverfolgen kann. Bereits bei dieser Übung werden die wichtigsten Parameter angesprochen, die signalanalytisch relevant sind: Abtastrate, Blocklänge, Frequenzauflösung, Schrittweite usw. Sie erhalten einen ersten Eindruck, welche Themen der Signalanalyse von Bedeutung sind. Nach dieser einführenden Übung greifen aufeinander aufbauende Blöcke schrittweise die angesprochenen Themen auf:

  • Kennenlernen wichtiger Signalklassen (Anregungsformen von Prüflingen)
  • Eigenschaften von korrekt gemessenen Zeitrohdaten (Abtastrate, Quantisierung und Messbereiche). Zum Verständnis des in diesem Zusammenhang wichtigen Shannon-Theorems erhalten Sie eine kurze Einführung in die Diskrete Fourier-Transformation
  • Verständnis der Effekte, die bei der Frequenzanalyse eines einzelnen Ausschnittes aus den Zeitrohdaten zu beachten sind. Betrachtet werden die Parameter der FFT-Analyse, insbesondere die Fensterung
  • Frequenzanalyse von nicht-stationären Signalen. Besprochen werden die Bedeutung der Überlappung bei der Anwendung eines Hanning-Fensters, der Zusammenhang zwischen der Führungsgröße und den FFT-Parametern sowie die Ordnungsanalyse von nicht-stationären drehzahlbezogenen Messungen
  • Grundlagen der Drehzahlerfassung, Ordnungsanalyse und Analyse der Drehungleichförmigkeit von rotierenden Systemen

Teilnehmer

  • Anwender, die ihre Kenntnisse über die Signalanalyse und digitale Frequenzanalyse auffrischen möchten
  • Quereinsteiger, die in der Praxis damit bereits arbeiten, sich jetzt tiefer einarbeiten möchten und dabei aktuell Fragen zur Analyse von Messdaten haben

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